2 Benjamins auf Reisen, Part II

kurze Auffrischung: durchsichtige Kosmetik-Fläschli, ruhige Bahnfahrt, lockeres Passieren der Ticketkontrolle, routinierter Sicherheitscheck, Bombenstimmung, Küchenmesser, Schamesröte. Soweit, so gut. Benjamin und Benjamine gehen jetzt zum Gate. Ihr Routineblick auf den blauen Monitor hat gezeigt: Flug nach Amsterdam, Abflug um 17.35, fliegt neu ab Gate B39 und hat 25 Minuten Verspätung.

So setzen wir uns halt mal hin, lesen, hören Musik und warten. Wie immer gibt das Beobachten der anderen Mitreisenden einiges an Gesprächsstoff her und über die Schlaftablettenstimme, die alle 2 Minuten irgendwelche Namen an irgendwelche Gates ruft, machen wir uns auch noch lustig.

Irgendwann blättert Benjamine in ihren Ticketunterlagen rum, worauf sie ihr netter Sitznachbar darauf hinweist, dass dies im Fall ein Swiss-Flug sei und wir mit unseren KLM-Tickets wohl nicht eingelassen würden. Verblüffung bei den 2 Benjamins. Wir sitzen doch nicht etwa am falschen…???

Hurtig hin zum netten jungen Mann am Schalter, der unsere Tickets kurz mustert und mit den Achseln zuckt. „Nein, da sind Sie leider falsch. Und jetzt entschuldigen Sie, ich muss das Gate für die ANDEREN Passagiere öffnen.“

Kurzer Blick auf die Uhr: 17.45. Der Swiss-Flug hat ja Verspätung. Haben wir auf dem blauen Bildschirm zur Kenntnis genommen. Der KLM-Flug hingegen ist pünktlich abgeflogen. Um 17.35.

Wir lernen: ZWEI Flieger verlassen den Flughafen Zürich gemäss Flugplan um 17.35 gen Amsterdam. Wir zwei Anfänger = Benjamins haben leider den falschen Flieger und das falsche Gate gewählt. Der richtige Flieger ist weg. Hätte uns denn nicht die Schlaftablettenstimme aufrufen sollen? Nein, erfahren wir am Info-Schalter. Wenn man kein Gepäck eincheckt, dann interessiert das niemanden. Schliesslich passiert es ja nur absoluten Anfängern, dass sie ans falsche….

So trotten wir halt zurück in die Abflughalle. Das heutige Fitnesstraining ist somit auch gleich erledigt. In diesem Flughafen kann man ja Kilometer abspulen. Die hilfsbereite Dame am KLM-Schalter kann uns auf einen späteren Flug umbuchen. Wir müssen halt einfach noch schnell ein Hotel in Amsterdam klar machen, weil wir dann erst am nächsten Morgen weiter nach Stavanger fliegen können. Aber ok, solange wir in den Norden kommen, ist das ja egal und via Smartphone schnell erledigt.

Nun beginnt die ganze Geschichte nochmals von vorn. Ticket scannen, Sicherheitskontrolle (geht ganz schnell, man kennt mich da ja jetzt schon), Blick auf den blauen Monitor. Wir fliegen – lustig, lustig – wieder ab Gate B39. Und so kommt es, dass die zwei Benjamins 2 Stunden nach ihrem peinlichen Malheur wieder am gleichen Gate stehen und endlich ihre Reise antreten können, mindestens mal bis nach Amsterdam. Dort gibts eine Hotelpause und am nächsten Morgen gehts dann weiter nach Stavanger.

Und was man in Stavanger so macht, das steht dann im nächsten Post…

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