Abfall

Heute war wieder ein prachtvoller Tag, den wir mit Tempelbesuchen in Kyoto und etwas südlich in Nara verbrachten.
Über Mittag kauften wir uns zwei Portionen Sushi, die wir im Park genüsslich verspeisten. Es war sehr feines Sushi, hübsch verpackt in einem Kartonschächtelchen. Darin befanden sich ausserdem Essstäbchen, Sojasauce, Wasabi und Ingwer, alles je einzeln in Plastik eingeschweisst. Damit die delikaten Sushiportionen nicht zusammenklebten, waren sie mit Plastikfolien voneinander getrennt.

Kurzum: das Sushi war lecker, übrig blieb ein Haufen Abfall. Es kamen noch zwei Getränkeflaschen dazu und dieses nette Päckchen begleitete uns dann den ganzen Nachmittag. Denn so sehr wir auch suchten, soweit wir auch gingen: kein Kübel weit und breit. Ganze 2 Stunden arbeiteten wir unseren Zmittag ab, bis wir vor einem Tempel den ersten Abfallbehälter entdeckten.

Das ist hier so üblich. Die Japaner sind zwar leidenschaftliche Verpacker, aber Kübel hat’s nirgends. Jeder Apfel ist im Laden liebevoll in Plastik eingewickelt, aber los wirst du die Verpackung nicht mehr. Ein Wunder eigentlich, dass die Strassen trotzdem so sauber sind.

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