Fähre fahren

Eigentlich ein guter Plan: Um nicht die ganze Strecke nach Puerto Montt mit dem Auto zurücklegen zu müssen, sind wir in Puerto Chacabuco auf eine Fähre gewechselt, die uns nach Quellón bringt. So können wir auch noch die Insel Chiloé etwas geniessen.
Aber eben. Immer wenn wir hier oben im Norden mit der Fähre unterwegs sind, dann schlägt das Wetter um. Wir sehen wieder mal gar nix. Dabei hätte es schneebedeckte Vulkane am Weg. Stattdessen sitzen wir 24 Stunden auf einer feuchten, aber innerhin geheizten Fähre fest und können durch die beschlagenen Scheiben schlichtweg gar nichts erkennen. Raus kann man auch nicht. Es regnet horizontal von allen Seiten. Hab ich den Wind schon erwähnt? Und die hohen Wellen?
Frau wird wie viele andere seekrank. Jetzt. Auf der Fähre. Nach 3 Wochen Frachtschiff. Mann ist einigermassen seefest, die zunehmend stickige und säuerliche Luft im Salon hilft aber nicht unbedingt.
Also ziehen wir uns ins Auto zurück. Aus irgendeinem Grund haben wir ja so ein Riesending. Ersatzrad raus unters Auto, Gepäck auf die Fahrersitze. Schlafsäcke raus und schon haben wir es einigermassen bequem. Und hier haben wir frische Luft. Das hilft. Wir schlafen und träumen von den Vulkanen.

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