Von Bogotá in die Zona Cafetera

Von Bogotá sind wir mit dem Bus in die Zona Cafetera gefahren, wo wir nicht nur Café, sondern erst mal Palmen, Schmetterlinge und fleischfressende Pflanzen gefunden haben.

Die Busfahrt war ganz entspannt und sicher. Das Busterminal in Bogotá ist gross, aber extrem gut organisiert. Wir fanden uns sofort zurecht und konnten innert Minuten in den nächsten Bus einsteigen. Der Bus selbst war zwar schon ein älteres Modell, aber er bot bequeme Sitze, viel Beinfreiheit und WLAN. Die Fahrt ging aus Bogotá heraus westwärts durch die Hügel und Berge. In Ibagué gabs einen Zmittagshalt in einer Freiluftkantine, in der für wenig Geld besseres Essen serviert wurde als an manchem schweizerischen Mittagsstand. Kurzum: die Busfahrt dauerte ein Weilchen, war aber bequem und sicher.

Unser Ziel hiess Salento, ein kleines, malerisches Kolonial-Städtchen in den Bergen. Da in Kolumbien letztes Wochenende gerade nationaler Feiertag war, hat sich Salento noch etwas mehr herausgeputzt als sonst und auf dem zentralen Platz warteten diverse Foodstände darauf, von uns entdeckt zu werden. Naja, zu entdecken gabs letztlich hauptsächlich Trucha – also Forelle – in allen Variationen. Dazu gabs aber frische Fruchtsäfte, Musik, Tanz und viele fröhliche Menschen.

Salento liegt zwar in der Kaffeeanbauzone, allerdings ist die Umgebung dieses Dorfes mehr dafür bekannt, dass hier eine bestimmte Palmenart wächst – auf immerhin fast 2000 Metern über Meer. Natürlich sind auch wir zu diesen Palmen gewandert. Ein hübscher Spaziergang, der uns ausserdem auch noch ein paar Kolibris nähergebracht hat.

Von Salento aus besuchten wir auch den botanischen Garten von Armenia, ein wirklich hübscher Fleck. Speziell daran ist ein Schmetterlingshaus, in dem Tausende von Mariposas herumflattern. Aber auch sonst bietet dieser botanische Garten einen Einblick in die Fauna und vor allem Flora Kolumbiens und speziell der Region Quindío. Das Tolle daran: der Garten ist nicht so herausgeputzt, wie man das von anderen botanischen Anlagen kennt. Vielmehr wird hier ein Stück Land der Natur überlassen. Natürlich mit einigen Anreicherungen, denn schliesslich will man ja möglichst alle hiesigen Pflanzen „ausstellen“. Man begeht den Garten mit einem Guide auf einem schmalen Pfad, über Brücken und Stege und bekommt so eine Menge Informationen. Einige Beete und Pflanztöpfe sind speziellen Themen gewidmet, besonders faszinierend waren die fleischfressenden Pflanzen, von denen es in der Region doch einige gibt.

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