Die erste Nacht…

… war ruhig. Naja, es windet ganz ordentlich und es hat eigentlich auch ganz hübsche Wellen. Aber unser Schiff hat ja eine recht stattliche Grösse, ist ziemlich gut beladen und so merkt man vom grossen Schwanken nicht allzuviel. Und doch: ganz so leichtfüssig bewegen wir uns nicht und man ist doch ab und zu froh, wenn man sich irgendwo festhalten kann.
A propos Wind: Unser „Balkon“ ist heute etwas ungemütlich. Vorausgesetzt, man kriegt die Türe gegen den Wind überhaupt auf, wird man da draussen dann doch von ordentlichen Böen durchgeschüttelt – das nimmt einem dann ab und zu grad den Atem, so heftig und unverhofft kommen sie.
Das Leben an Bord ist – wie vermutet – sehr ruhig. Die Mannschaft ist extrem nett, vom Kapitän bis zum Azubi sind alle sehr freundlich. Aber auch sehr wortkarg. Man merkt halt, dass die Leute, die zur See fahren, von Haus aus nicht unbedingt zu den Selbstdarstellern gehören. Die Konversation bei Essen ist eher stockend, ab und zu kommt was nautisches, was wir dann wieder nicht verstehen, aber ganz interessant tönt. Aber wie gesagt, wir fühlen uns sehr freundlich aufgenommen und wohl. Ansonsten haben wir unseren ersten Tag an Bord mit viel Schlaf und viel Lesen verbracht.
Heute Abend um 22 Uhr laufen wir in Antwerpen ein. Ein Besuch in der Stadt liegt wohl leider nicht drin, da wir morgen um 14 Uhr dann bereits wieder auslaufen. Aber dafür sehen wir morgen dann ein bisschen Land bei Tageslicht, das ist auch ganz gut. Heute war es doch eher offenes Meer und Wolken :-)

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