Der Kreis schliesst sich

Seit dem letzten Bericht sind wieder ein paar hundert Kilometer vergangen. Wir sind mit der Fähre spätnachts in Quellón angekommen und waren gottenfroh, bereits eine Unterkunft organisiert zu haben. Das war dann zwar eine ziemlich üble Absteige ohne Frühstück, aber nach der Fährfahrt wollten wir nur noch schlafen.

Am nächsten Tag dann herrliches Wetter. Gerade richtig, um Chiloé zu erkunden. Es gab noch so einiges zu sehen. Beispielsweise die Kathedrale von Castro, bzw. die Kirche von Nercón. Beide sehen aus wie normale Kirchen, wie wir sie in Europa auch kennen. Der Unterschied besteht aber darin, dass sie komplett aus Holz gebaut sind. Alle Säulen, der Altar, die Kanzel – alles komplett aus Holz. Es sieht so aus wie ein klassischer steinerner Kirchenbau – riecht aber wie ein Engadiner Arvenstübli.

Ganz im Norden übernachteten wir nochmals bei Erica. Wir hatten ihr Hostal ganz am Anfang unserer Reise kennengelernt. Wir haben die Ruhe genossen, die in ihrem Haus herrscht. Sie selbst ist den ganzen Tag in der grossen Küche am Werk und hat uns dementsprechend mit Spezialitäten aus der Gegend verwöhnt. Herrlich.

In besagter Gegend sind wir auch nochmals Pinguine gucken gegangen. Wir waren etwas spät dran, aber wir erwischten zum Glück gerade noch eine der letzten Touren. So konnten wir im goldigen Abendlicht einen Blick auf 4 Pinguinkolonien werfen, die es sich hier auf den Felsen gemütlich gemacht haben.

Dann ging es weiter nach Puerto Varas, wo wir nach einigem Suchen eine tolle Unterkunft fanden. Oben auf dem Hügel mit Panoramasicht auf die Vulkane, die sich hier schneebedeckt in die Landschaft einbetten. Nachdem wir ja auf der Fähre gar nix gesehen hatten, konnten wir jetzt endlich einen dieser berühmten chilenischen Vulkankegel bestaunen. Check!

Vorgestern haben wir dann unser Auto in Puerto Montt abgegeben. Nach exakt 8050 Kilometern. Der Toyota wurde seinem Ruf gerecht. Nicht das kleinste Problem. Etwas dreckig war er zwar, aber das brauchte uns ja nicht zu kümmern.

Von Puerto Montt, Chile, fuhren wir anschliessend im Bus und bei schönstem Wetter zurück nach Bariloche in Argentinien. Eine wunderbare Fahrt, olfaktorisch etwas getrübt durch den französischen Sitzbachbarn, der unbedingt seine Schuhe ausziehen musste. Ach wir höflichen Schweizer. Still und demütig haben wir es erduldet…

Von Bariloche dann mit dem Flugi zurück nach Buenos Aires. Und hier schliesst sich der Kreis. Beim Landeanflug ziehen wir eine wunderschöne Schlaufe über Downtown BA und den Frachthafen. Und wir können von oben zuschauen, wie die Paranagua Express just in diesem Moment wieder anlegt. Sie war inzwischen zurück in Hamburg und hat neue Container für BA mitgebracht. Was für ein Zufall, dass sie in diesen Minuten grad wie wir ankommt. Zu blöd, dass wir alle elektronischen Geräte ausgeschaltet haben. So können wir diesen Moment halt nicht fotografisch festhalten.

Damit könnte unsere Reise nun zu Ende sein. Ist sie aber nicht. Dieser Bericht entstand gestern. Heute sind wir schon wieder einen Schritt weiter. Wo genau, verrate ich morgen.

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